Sonntag, 11. April 2010

Keine Zusage ist auch eine Absage

Weder auf meine letzte WG-Anfrage noch auf meine Besichtigung in Harvestehude habe ich etwas gehört. Für die Wohnung in der Brahmsallee gibt es, obwohl bis Freitag entschieden sein sollte, nun einen weiteren Besichtigungstermin am Montag. Offenbar waren wohl alle Erstbesichtiger nicht gut genug.

Am Samstag bin ich bei einer Besichtigung in Rotherbaum an der Grenze zu Harvestehude. Die Lage ist optimal - 750 Meter bis zu meiner Arbeitsstelle, Supermarkt, Bank und U-Bahn-Hallerstraße direkt vor der Haustür. Dafür liegt die Wohnung im Dachgeschoss eines siebenstöckigen 70er-Jahre-Komplexes. Die Wohnung hat nur ein Zimmer, aber zumindest noch eine kleine abgetrennte Küche, ein Vollbad und einen kleinen Balkon. Sie ist sehr hell und von innen sieht es ganz gemütlich aus. Mit 469 Euro warm durchaus im Budget, auch die mit mir etwa gleichaltrige Noch-Mieterin weiß nichts Negatives zu berichten. Die Maklerin verliert kein Wort mehr als nötig, sodass die Besichtigung nicht lange dauert.

Erst nach der Besichtigung entdecke ich in der Selbstauskunft die obligatorische Angabe, wer eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernimmt. Ich lasse diese Angabe frei und erläutere, dass ich, falls die Zahlung einer Barkaution nicht möglich sein sollte, zunächst mit meiner Bank verhandeln würde, ob diese eine Bürgschaft übernehmen könnte. Viele Hoffnungen mache ich mir bei der Wohnung ohnehin nicht, denn obgleich "nur" 15 Interessenten vor Ort waren, hat sich die Maklerin gar nicht erst die Mühe gemacht, sich irgendwelche Namen zu merken und wird damit wohl nur nach irgendwelchen Kriterien in der Selbstauskunft - mit denen ich nicht aufgrund meines Alters, Gehalts und Wohnorts nicht unbedingt punkten kann - auswählen.

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