Montag Morgen bekomme ich eine Email: Ich möge doch bitte noch kurzfristig die reguläre Selbstauskunft ausgefüllt zurückmailen. Die Selbstauskunft bei der Robert Vogel GmbH & Co. KG geht tatsächlich noch über das hinaus, was bisherige Vermieter von mir wissen wollten: Die Telefonnummer meines derzeitigen Vermieters (mit Einverständniserklärung für Kontaktaufnahme), Einverständnis für die Schufa-Auskunft, außerdem gibt es ein Feld „maximale Miete“. Ich trage mal 500 Euro ein, das ist schließlich mein Limit.
Ich schicke alles zügig zurück und hoffe und bete, dass ich die Wohnung nun auch kriege. Diese Lage werde ich nicht wieder finden und dass es nur zwei weitere Interessenten gibt, dürfte auch eher die Ausnahme bleiben. Obgleich die Wohnung durch den fehlenden Keller und die kleine Küche nicht perfekt ist, so ist sie doch gut genug für mich und alles andere wird durch die Lage kompensiert. Ich überlege schon, mir luxuriöse Visitenkarten mit goldenem Prägedruck fertigen zu lassen, um zu suggerieren, meine Einkommensverhältnisse würden zu der Anschrift passen.
Doch wieder einmal habe ich kein Glück: Bereits Dienstag Vormittag kommt eine lakonische Email, man habe sich anderweitig entschieden. Ja scheiße! Ausgerechnet bei dieser Wohnung, auf die ich mich schon so gefreut habe!
Heute gucke ich keine Wohnungsanzeigen. Kein Bock. Mir reicht’s.
Ich melde mich in ein paar Tagen, wenn ich darüber hinweg gekommen bin.

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen